Über Uns

Bilder

Bilder von und mit Uns sind in unserer Galerie zu finden.

 

 

Prinzipien

 

Christlich     


Wir sind eine christliche Studentenverbindung, Mitglied kann jeder christlich getaufte Student werden - unabhängig von der Konfession (Katholiken, Protestanten, Baptisten, Orthodoxe etc.).
Dies bedeutet, dass wir uns in unserem Verbindungsleben aktiv mit dem christlichen Glauben auseinander setzen, sei es durch gemeinsame Gottesdienstbesuche, Vorbereitung von Andachten ("Ernste Feier") oder Vorträge mit religiösen Themen. Das persönliche Gespräch ist hiervon natürlich nicht ausgenommen.
    

Farbentragend

Wir tragen zu allen gegebenen Anlässen unser Band in den Farben rot-weiß-gold. Dies dient primär als Zugehörigkeitszeichen zu unserer Verbindung.
    

Nichtschlagend     

Wir "schlagen" im Gegensatz zu vielen anderen Verbindungen nicht, betreiben also kein studentisches Fechten. Dies sehen wir genau wie die Gründungsväter des Wingolfs als unvereinbar mit dem christlichen Prinzip an.
    

Lebensbund

Wir sind eine Gemeinschaft auf Lebenszeit. Um diese Entscheidung besonnen treffen zu können, wird man zunächst für ein Jahr Mitglied auf Probe ("Fux"), bevor man Vollmitglied ("Bursche") wird. Mit Ende des Studiums wird man dann "Alter Herr", die Mitgliedschaft endet also nicht mit dem Examen. Nach diesem gestaltet man das aktive Verbindungsleben nicht mehr federführend mit, wohl aber nimmt man jederzeit gerne daran teil.
    

Corporativum

Wir bekennen uns zu den Traditionen der ersten Studentenverbindungen. Dies umfasst beispielsweise das Tragen von Band und Studentenmütze, der Besuch bei Wingolfsverbindungen in anderen Städten und das Feiern der traditionellen "Kneipen", mit dem das Singen von Studentenliedern stets einher geht.

Dass wir Traditionen pflegen, heißt allerdings nicht, dass wir uns ausschließlich an der Vergangenheit orientieren; unser Verbindungsleben gestaltet sich in weiten Teilen nach dem, woran die Mitglieder Spaß finden, darunter auch ganz normale Unternehmungen wie gemeinsames Grillen, Ausflüge oder Videoabende.
    

Academicum

Wir halten unsere Mitglieder dazu an, sich neben allem außeruniversitären Engagement natürlich gerade um das Vorankommen im eigenen Studiengang zu bemühen. Darüber hinaus wollen wir jedoch über den Tellerrand des eigenen Studiengangs blicken und ein breites Allgemeinwissen fördern, beispielsweise durch Ausrichtung oder Besuch (auch) fachfremder Vorträge, Rhetorikseminare oder kulturelle Veranstaltungen.
    

 

Geschichte


Die Wingolfsverbindung Chattia zu Würzburg wurde im Jahr 1931 gegründet und ist damit eine der jüngeren Verbindungen im Wingolfsbund. Der Name "Chattia" leitet sich vom germanischen Volksstamm der Chatten (heute: Hessen) ab und wurde zu Ehren eines Alten Herren gewählt, der sich bei der Gründung sehr engagiert hatte und aus einer alten hessischen Familie stammte.

Nach der Auflösung während der NS-Diktatur wurde die Chattia 1956 wiedergegründet und war in den Jahren 1979-1981 präsidierende Verbindung des Wingolfbundes.

Nach Stationen in der Semmelstraße und dem Inneren Graben konnte 1984 das Haus in der Edelstraße 11 erworben werden, welches seitdem den zentralen Anlaufpunkt der Verbindung und ihrer Freunde darstellt.

Seit Anfang der 90er Jahre ist die Chattia Mitglied der Diezer Convention, gemeinsam mit dem Bonner, Gießener, Kieler und Marburger Wingolf. Die Diezer Convention setzt sich für den Erhalt der christlichen und corporativen Werte im Wingolf ein.


   

Wingolfsbund


Der Wingolfsbund wurde 1844 gegründet und ist damit der älteste Zusammenschluss nichtschlagender Studentenverbindungen in Deutschland. Seine Ursprünge hat der Wingolf bereits um 1830. Er umfasst derzeit 33 aktive Verbindungen in verschiedenen deutschen Hochschulstädten sowie in Österreich und Estland. Es besteht ein Freundschaftsverhältnis zum Falkensteinerbund in der Schweiz.

Die Wingolfsverbindungen treffen sich alle zwei Jahre in Eisenach zum Wartburgfest des Wingolfsbundes.

Detaillierte Informationen zum Wingolfsbund gibt es unter http://www.wingolf.org.

 

 

Antworten

 

Was bringt mir die Verbindung?    

Dies ist eine Frage, die dem Wesen einer Verbindung nicht entspricht, denn eine Verbindung ent- und besteht primär aus dem Idealismus ihrer Mitglieder. So geht es zunächst um die Pflege unserer Prinzipien und das Gestalten des Verbindungslebens - was natürlich auch Spaß macht. Gerüchte, man bekäme von den Alten Herren jederzeit eine Stelle angeboten, entbehren jeder Realität. Welcher Personalchef könnte es sich schon leisten, auch einen unqualifizierten Mitarbeiter einzustellen, nur weil man in der selben Verbindung ist?

Dennoch kann einem die Mitgliedschaft in einer Verbindung viel für die persönliche Entwicklung mit auf den Weg geben, soweit man selbst etwas dafür tut. Hier hat man die Möglichkeit, rhetorische Fähigkeiten, Umgang mit Menschen aus fast jeder Altersgruppe, die Organisation von Veranstaltungen und die Übernahme von Verantwortung zu schulen, wodurch man später manchem Mitbewerber im Berufsleben vieles voraus hat.

 

Rechtsradikal?    

Studentenverbindungen stehen seit Mitte der 60er Jahre in dem Ruf, politisch rechte Positionen zu vertreten. Dies verkennt jedoch die Geschichte, da während der NS-Diktatur fast alle Studentenverbindungen zwangsaufgelöst wurden. Das Vorurteil entspringt wohl der Tatsache, dass sich die Verbindungen zu ihren jahrhundertealten Traditionen bekennen, womit eine gestrige Haltung verbunden wird.

Unsere Verbindung ist vielmehr politisch ungebunden, wir ermutigen unsere Mitglieder jedoch zu einem gesunden staatsbürgerlichen Interesse, wie es sich für einen jungen Akademiker gehört.

Eine bestimmte politische Haltung ist also keine Aufnahmevoraussetzung. Nichtsdestotrotz wenden wir uns gegen jede Art von politischem Radikalismus, sei es von links oder von rechts. Leute mit einer solchen politischen Einstellung sind bei uns nicht willkommen.

Zudem ist es auch falsch, dass Verbindungen generell nur Deutsche aufnehmen. Dies sind einige wenige, wir gehören nicht dazu. In unserer momentanen Aktivitas sind zum Beispiel ein Norweger, ein Syrer und ein US-Amerikaner vertreten.

 

Nur Männer?

Ja, wir nehmen nur männliche Studenten auf. Dies gründet sich zum einen darauf, dass in den Gründungszeiten des Wingolf den Frauen das Hochschulstudium noch nicht erlaubt war. Zum anderen gab es in einigen Wingolfsverbindungen in den 70er Jahren Modellversuche für gemischte Verbindungen, diese scheiterten jedoch. Gründe dafür waren unter anderem Streitigkeiten, die sich durch Beziehungen und damit einhergehenden Eifersüchteleien  innerhalb der Verbindungen ergaben und einen geregelten Verbindungsbetrieb unmöglich machten. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das Männerbundprinzip beizubehalten.


Zu unseren Veranstaltungen (Partys, Bälle, Themenabende, kulturelle Veranstaltungen etc.) heißen wir die Damenwelt jedoch stets willkommen - denn wer könnte sich dieser Bereicherung erwehren?
 

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